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Meisterschaft der Optimisten:
Kleine Sieger - großer Sport

21.08. - 22.08. - Opti-Reviermeisterschaft beim FSCK

Einmal im Jahr segeln die jüngsten Segler, sie sind zwischen sechs und 14 Jahre alt, um die Reviermeisterschaft am Rursee. Ihr Segelboot ist der „Optimist“, eine Internationale Bootsklasse für Kinder. Am Abend des ersten Regattatages lädt die Jugendgruppe des Ford-Segel-Club die 21 Teilnehmer mitsamt Eltern und Freunden zum „Piratenfest“.

 

 

 

 

Ein Opti ist kaum mehr als eine Badewanne mit Segel. Nur dass hier drin nicht geplanscht wird, sondern echt die Post abgeht. In dem 2,30 Meter langen Boot segeln die Jüngsten nicht weniger ehrgeizig und nicht weniger professionell als die Großen. Immerhin sind 3,5 Quadratmeter Segelfläche zu bändigen. Und wenn dann der Wind ordentlich bläst, dann bieten die rasenden Kisten großen Sport.
Bei der Reviermeisterschaft 2010, die dieses Jahr der Ford-Segel-Club ausrichtete, wurde am 21. und 22. August in drei Läufen der Opti-Reviermeister ermittelt. Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Optikinder der Regattagemeinschaft Rursee.

Gestartet wird bei einer Optiregatta - um die Chancengleichheit zu gewährleisten - in zwei Klassen. Die erfahreneren Segler bilden die so genannte Gruppe B, hier waren 14 Kinder am Start. Die „kleineren“ Segler, ohne Regattaerfahrung, stellten die Gruppe C mit sieben Junioren am Start.

In der Gruppe B war Niklas Breuer vom Yacht Club Rursee (YCR) mit einem ersten Platz in allen Durchgängen nicht zu schlagen. Dicht auf, drei Mal auf dem zweiten Platz, folgt seine Schwester Merit Breuer. Hart umkämpft dagegen Platz drei: Robin Call vom Aachener Boots Club (ABC) und Leif Weber vom Segel-Sport-Club-Rursee (SSCR) landen nach drei Läufen punktgleich. Aber die internationalen Wettfahrtregeln entscheiden hier durch Vergleich der Einzelläufe und so gebührt Robin der dritte Platz auf dem Siegerpodest. Maximilian Uhl vom FSCK – gerade in die Gruppe der „Erfahrenen“ aufgestiegen – gelang auf Anhieb der 13. Platz.

In der Gruppe C gewann Matthis Clasen vom Segel-Club-Jülich (SCJ) die Serie souverän mit drei ersten Plätzen. Ida Welter vom Aachener Boots Club (ABC), die Zweite im Gesamtklassement, legte eine gemischte Serie hin.

Nach einem sechsten Platz im ersten Lauf, konnte sie sich mit zwei zweiten Plätzen noch ganz nach vorne segeln. Vom FSCK nahmen Stefan Schmitz (Platz 6) und Luca Körner (Platz 7) an der Reviermeisterschaft teil.

Samstag

Erster Start ist am Samstagvormittag. Wettfahrtleiter Christian Verch hat zur Steuermann- und Steuerfrau-Besprechung für 11.00 Uhr auf den Steg des SSCR geladen. „Wir werden“, sagt Christian Verch, „drei Bahnmarken auf der Woffelsbacherplatte auslegen. Die Bojen müssen in der Reihenfolge A, B und C auf Backbord gerundet werden.“ Wie viel Runden zeigen Kegel auf dem Startschiff an. Nach dem Zieldurchgang des letzten Opti schließt sich direkt der zweite für diesen Wettkampftag geplante Lauf an. Das Wetter ist wunderschön, die Sonne scheint und der Wind bläst mit rund zwei Beaufort. Ein dritter Lauf bietet sich an, doch das wäre zuviel, denn der Tag ist noch lange nicht zu Ende.

Am Samstagabend ist Piratenfest. Die Jugendgruppe gleicht einem wilden Haufen verwegener Kerle und Piratenbräute, die den Grillplatz des Ford-Segel-Clubs entern und zum Piratennest erklären. Fette Beute erwartet die Jungpiraten: Grill-Kotelett, Bratwürste und Salate vom Büffet werden gnadenlos abgeräumt. Langsam zieht die Dämmerung herauf und die nächste Überraschung wartet auf die tapferen Seefahrer. Jugendwart und Oberpirat Hans-Georg Uhl führt seine Mannschaft zum Raubzug in die Nacht. Erst als die Dunkelheit und damit den Schatten des Schweigens über die Raubzüge der Mannschaft legt, kehrt der Trupp zurück zum Piratennest. Dann werden die Feuer für die Nacht entzündet. Hungrige Gesellen braten sich noch ein Stockbrot über dem offenen Feuer, ehe langsam auch der letzte Verwegene sich schlafen legt.

Sonntag

Aus Piraten werden wieder Kinder. Das Startschiff liegt vor Anker, die Bojen sind ausgelegt ... es könnte losgehen – doch es herrscht absolute Flaute. Der Wettfahrtleiter prüft wiederholt den Wind. Schließlich frischt er auf und es reicht noch für einen Lauf. Und damit sind drei gültige Wertungsläufe für die Reviermeisterschaft absolviert. Die Sieger stehen fest. Um 16.00 Uhr treffen sich alle Aktiven beim Ford-Segel-Club zur Siegerehrung. Viele Preise und Urkunden sind zu vergeben. Erster, Zweiter und Dritter Sieger erhalten auch Pokale.

Einen Sonderpreis - gestiftet von der Yachtschule Dreyer - erhält der erfolgreichste Club dieser Serie. Einen brandneuen Opti darf die Jugendgruppe des Yacht Club Rursee für die Nachwuchsförderung mit nach Hause nehmen.

 

 

Wir danken Allen, die an der Gestaltung, Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung beteiligt waren !

 

... zur Ausschreibung [link].

Text&Fotos: Detlev Engelhardt


Ergebnisse Gruppe B
Platz Steuermann
Club
Segelnr.
Lauf 1
Lauf 2
Lauf 3
Summe
1 Niklas Breuer
YCR
GER 12267
1
1
1
3
2 Merit Breuer
YCR
GER 11997
2
2
2
6
3 Robin Call
ABC
AUT 1050
3
9
3
15
4 Leif Weber
SSCR
GER 10992
4
7
4
15
5 Jakob Raffel
SSC
GER 11593
5
5
10
20
6 Nick Houben
ABC
GER 11120
12
3
6
21
7 Melina Schuhl
YCR
GER 11404
6
4
13
23
8 Tobias Vomberg
YCR
GER 11464
8
6
9
23
9 Philipp Steffens
SSCR
GER 10834
9
10
5
24
10 Leonardo Heinemann
YCR
o. N.
11
12
7
30
11 Tobias Call
ABC
GER 10625
10
11
11
32
12 Henrik Junge
ABC
GER 10490
13
8
15
36
13 Maximilian Uhl
FSCK
GER 6870
15
14
8
37
14 Dario Poloni
YCR
GER 11262
14
13
12
39

 

Ergebnisse Gruppe C
Platz Steuermann
Club
Segelnr.
Lauf 1
Lauf 2
Lauf 3
Summe
1 Matthis Clasen
SCJ
GER 8200
1
1
1
3
2 Ida Welter
ABC
GER 917
6
2
2
10
3 Tim Halterbeck
ABC
GER 9203
2
3
5
10
4 Paul Basilius
ABC
GER 10869
3
4
3
10
5 Federica Poloni
YCR
GER 6239
5
5
4
14
6 Stefan Schmitz
FSCK
GER 6871
4
7
6
17
7 Luca Körner
FSCK
GER 6873
7
6
7
20

 

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