FSCK Clubmeisterschaft 2005
02. - 03. Juli
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Donnerstag Zwei Tage vor der Clubregatta verspricht der Wetterbericht einen Mix aus Sonne und Wolken, 24 Grad Celsius und das Wichtigste: 3 bis 4 Windstärken. Dass der Wetterbericht am Freitag dann Schauer angekündigte, war auch nicht besorgniserregend - schließlich ist Segeln ja ein Wassersport.
Samstagmorgen Der Blick über den Rursee und die Eifelwälder lassen keinen Zweifel aufkommen, warum alles in so saftigem Grünen leuchtet. Regen. Regen von der Art die die Bauern lieben und den Seglern das Wochenende versaut.
Aber schließlich ist das Wetter wechselhaft und der 1. Start erst für 14:00 Uhr geplant.
Mit der Hilfe von Volkmar Bromby und seinem stäbigen Euro-Kreuzer sind die Regattabojen schnell ausgelegt. Aufgrund des schwachen und unbeständigen Windes haben wir uns für einen kurzen Kurs in Sichtweite des Steges entschieden: Start und Ziel am Steg, die erste Tonne am Eingang zur Rurbergplatte, an Steuerbord zu umrunden. Die Zweite Tonne vor dem Haus-Karbig, ebenfalls an Steuerbord zu umrunden.
Nach einer kurzen Steuermannbesprechung über den Kurs und die „5-Minuten-Start Regel“ gibt es erst mal eine Startverschiebung, da der Wind komplett eingeschlafen ist und es auch noch zu regnen beginnt.
Um es kurz zu machen, nach der zweiten Startverschiebung hat sich die gesamte Regatta-Fraktion unter dem Dach der Terrasse verholt, um sich die Wartezeit mit ein oder zwei Kölsch vom Fass zu verkürzen.
Der Wind bleibt auch weiterhin aus, dafür hat sich der Regen in den berühmten „Eifel-Landregen“ verwandelt. Nach der dritten Startverschiebung werden die ersten Forderungen laut, das Segeln sein zu lassen, und das Grillen vorzuziehen.
Grillabend, unterdessen liefen die Vorbereitungen für den Grillabend auf Hochtouren. Ein Großteil der Regattateilnehmer hat sich dafür ausgesprochen, den Grillabend selber zu gestallten. Deshalb musste Grillgut, Salate, Brot, Soßen, und Bier in Eigenregie besorgt und vorbereitet werden. Mit der großen Anzahl spontaner Helfer waren diese Aufgaben schnell verteilt und erledigt.
Dass Grillen Männersache ist, ist hinreichend bekannt. Dass es darüber hinaus aber auch noch Virtuosen an der Grillzange gibt, hat uns Mathias mit seinen profunden Kenntnissen über Holzkohle, Anzündtechnik und die richtige Grilltemperatur bewiesen.
Koteletts, Grillspeck, Würstchen und die frischen Salate waren ein Genuss, was keinen mehr gewundert hat. Quer über die zusammengeschobenen Tische wurde sich bald angeregt unterhalten und viel gelacht. Die musikalische Unterhaltung regte Angnes und Mathias sogar zum Tanzen an.
Sonntagmorgen, Am Morgen wurden die noch etwas verkaterten Regattateilnehmer vom strahlendem Sonnenschein geweckt. Sonne und ein leichter Wind, der sich, da waren sich alle „Rurseekenner“ einig, bei steigender Temperatur noch verstärken würde.
Die Bahnmarkierungen waren schnell ausgebracht, schließlich haben wir ja am Samstag geübt.
Erfreulicherweise haben sich, angelockt von dem schönen Sommerwetter, noch einige Clubmitglieder für die Regatta nachgemeldet. Besonders erfreulich war die Teilnahme von einigen Familien-Crews, die mit ihrem in Schwimmwesten gepackten Nachwuchs, die Familientauglichkeit des Segelsport unter Beweis gestellt haben.
Durch die Nachmeldungen ist die H-Boot Flotte auf 7 Boote angewachsen, sodass wir sie separat starten konnten. Die mit 6 Booten angetretene Yardstick-Fraktion sollte sofort danach die Verfolgung aufnehmen, wobei der Startschuss der H-Boote das 5 Minuten Signal für die Yardsticks sein sollte.
Die H-Boot Flotte sammelte sich um 11:25 Uhr vor der Steganlage, die mit der Startboje eine Linie bildet. Der Start sollte auf Amwindkurs in Richtung Rurberg gehen und die Bahnmarkierungen 3 mal umrunden. Die noch etwas ungewohnte neue 5 Minutenregel macht die Suche nach der idealen Windseite spannend. Eine Minute vor dem Startschuss hatten sich Karl-Heinz und Hilde Vogel eine gute Position ersegelt, knapp gefolgt von Anja Hoffmann, Thomas Strang und Michael Graf Senior / Junior.
Regattazeit Startschuss: Karl-Heinz und Hilde Vogel ziehen über die Linie und... Windstille, absolute Flaute, kein Hauch geht mehr.
Die ersten drei kommen mit der Situation noch am besten klar und werden von ihrem Schwung durch das Flautenloch geschoben. Der Rest des Feldes bleibt gnadenlos in der Flaute hängen.
An einen 5 Minuten versetzten Start ist nicht mehr zu denken. Es vergehen quälende 12 Minuten bis das letzte H-Boot die Startlinie überquert hat.
Der Start der Yardstick’s war dann erst recht etwas für Leichtwind-Spezialisten. Familie Uhl, mit einem kompletten Segelkindergarten an Bord, überqueren die Startlinie als Erste. Gefolgt von Rainhard Menzer auf seiner schönen hölzernen BM-Jolle. Die Trias von Familie Uhl trat mal wieder den Beweis an, dass Länge läuft und viel Segelfläche auch viel Vortrieb bedeutet.
Der Windsituation konnte man eigentlich nur noch mit Humor begegnen. Als das Team Anja Hoffmann und Thomas Strang unter Spinnacker das H-Boot Feld anführte, wurde das bei den Überholten, Hilde und Karl-Heinz Vogel, nur mit Gelächter quittiert. Die Beiden hatten nämlich die Segelanweisung auf der Meldeliste gelesen. Da stand es Schwarz auf Weiß: kein Spinnacker, Blister etc. Also Spinnacker runter, Strafkringel drehen und wieder hinten einreihen. Das blieb dann aber auch das einzige „Vergehen“ bei der Clubregatta und Proteste waren sowieso tabu.
Alle Boote suchten auf dem Rückweg die Nähe zum Start-Ziel-Steg und die Blicke verrieten schon die Frage bevor sie in Rufweite waren: „Bahnverkürzung“?!?
Klar, dass es eine Bahnverkürzung gibt, alles andere wäre auch purer Sadismus gewesen.
Finish, Die Ersten im Ziel waren nach 1:26 Stunden das Team Anja Hoffmann und Thomas Strang, dicht dahinter Hilde und Karl-Heinz Vogel. Auf Platz 3 folgte das Team Graf Senior & Junior.
Als Erster über die Ziehlinie der Yardstick-Klasse ging die Familie Uhl, mit einer „Gesegelten Zeit“ von 1:31 Stunden. Nach Yardstick reichte das aber nicht um Rainer Menzer auf Distanz zu halten, der mit einer „Berechneten-Zeit“ von 1:25 Stunden Erster wurde. Dritter wurde Frank Klein mit der Sprinta , in 1:41 Stunden.
(Alle anderen sind mit Platzierung, „Gesegelter-Zeit“ sowie „Berechneter-Zeit“ in der Rangliste aufgeführt).
H-Boote, Startzeit: 12:15:00
Name |
Segelnummer |
Zieldurchlauf |
Gesegelte Zeit |
| Anja Hoffmann, Thomas Strang |
G1490 |
13:41:55 |
1:26:55 |
| Karl-Heinz & Hilde Vogel |
G1117 |
13:46:10 |
1:31:10 |
| Michael & Michael jun. Graf |
G578 |
13:52:05 |
1:31:10 |
| Gabi & Lothar Beuth |
G749 |
13:57:15 |
1:42:15 |
| Marie & Andi Holz + Kinder |
G836 |
14:01:25 |
1:46:25 |
| Ludwig Schirm, Barbara Helfmann |
G1 |
14:02:45 |
1:47:45 |
| Gerda & Martin Dickopf |
G119 |
14:03:40 |
1:48:40 |
Yardstick, Startzeit: 12:30:00
Name |
Bootstyp |
Segelnr. |
Yardstick |
Zieldurchlauf |
Gesegelte Zeit |
Berechnete Zeit |
Reinhard Menzer |
BM |
G4107 |
116 |
14:09:13 |
1:39:13 |
1:25:32 |
Georg Uhl + Familie |
Trias |
G407 |
99 |
14:01:11 |
1:31:11 |
1:32:06 |
Frank Klein |
Sprinta 70 |
G863 |
113 |
14:25:05 |
1:55:05 |
1:41:51 |
Ralf Geulen + Familie |
Dehler 25 |
-- |
114 |
14:30:30 |
2:00:30 |
1:45:42 |
Agnes & Mathias Fassbender |
Neptun 22 |
G3375 |
117 |
14:35:15 |
2:05:15 |
1:47:03 |
Gabi & Volkmar Bromby |
Euro Kreutzer |
-- |
125 |
-- |
-- |
-- |
Sonntagabend, Keine Regatta ohne Siegerehrung. Preise hätte es für viele Einzeldisziplinen geben müssen: schnellste Runde, größte Geduld, schwärzester Humor, Familien-Förderpreis und der schnellste Tonnenleger unter Segel. Darum wurden die Preise, so klein sie auch waren, so gerecht wie möglich verteilt.
Mit der Siegerehrung endete dann auch die Clubregatta 2005, die im nachhinein betrachtet ein Segelfest von und für Clubmitglieder war.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei all denen zu bedanken, die die Clubregatta durch ihre Hilfe erst möglich gemacht haben - insbesondere bei Volkmar und Gabi für die Unterstützung beim Einkauf und dem Tonnenleger Service, Barbara und Ludwig für die Organisation der Getränke und die zur Verfügungsstellung ihrer Profi-Zapfanlage und allen anderen, die, ohne zu fragen, einfach mit angepackt haben.
Michael Hoffmann
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